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September 2011 Fotos: Matthias Pick 

 
 
 
 
August 2011 Probenein- und -ausblicke zu „unter der haut“ Text: Ronny Ristok Der Sommer macht träge, die Wärme und die Schwüle machen jede Bewegung zu einem Kraftakt. Kein Wunder also, dass so viele Betriebe und Unternehmen eine Sommerpause inlegen, um sich mit dem Herbstwind wieder in die Arbeit zu stürmen. Selbst as Theater ist noch geschlossen und die Scheinwerfer sind noch kalt, doch es ibt ein paar fleißige Menschen, die den verfügbaren Platz und Zeitraum ffektiv nutzen. Kultur steht niemals still, jedenfalls inoffiziell. Ein gutes Dutzend von Geraer Bürgern probt Tag für Tag für ihren großen Moment, wenn sich am 02. Oktober 2011 in Rudolstadt der Vorhang für sie öffnet. „unter der haut“, so nennt sich das Tanzstück für das sie zusammen mit Choreografin Tanja Matjas ihren Schweiß zum fließen bringen.
Warum „unter der haut“? Warum nicht „Gera tanzt“? Nun dieses Projekt wird eindeutig keine Revueshow. Tanja Matjas sucht nach der natürlichen Schönheit des Geraers, die sonst vom Alltag, Vorurteilen und Klischees verdrängt wird.
Ehrlich zu sein mit dem Körper und zeigen wer man ist und was alle miteinander verbindet. Das Gemeinschaftsgefühl, das sich ein einem kurzen Wort zusammenfassen lässt: Gera. Die Stadt ist die Haut, die sie zeigen und was sich unter ihr verbirgt. Sie erzählen ihre ganz persönlichen Geschichten, sind privat in den Proben und es finden Begegnungen statt, die auf einem Tanzbelag nicht ganz üblich erscheinen. Und das ist der entscheidende Punkt: Sie überlassen ihren Körpern das Mitteilen.
Jung trifft Alt und Mann trifft Frau, das mag banal klingen, aber hier ist alles echt und mitten aus dem Leben gegriffen. Altersschwäche grenzt Bewegungen ein, Tanztraining im Kinderballett öffnet neue Möglichkeiten. Ob Schüler, Anwaltsgehilfin oder Rentnerin - sie bilden ein Profil von Gera. Nicht von Sehenswürdigkeiten, sondern von den Menschen die hier leben und das ist erst recht sehenswert. Juli 2011Fotos: Matthias Pick
 
 
 
 
 
 
Probenein- und -ausblicke zu „unter der haut“ Text: Ronny RistokSeit dem Frühling laufen die Proben für „unter der haut“. Erst wöchentlich und nun sehen sich die Spieler fast täglich und dabei führt jeder von ihnen noch ein Privatleben, Arbeit eingeschlossen. Mittlerweile gibt es kaum noch jemanden, der aufgrund von anderen Terminen die Proben versäumt. Das Projekt hat Vorrang bekommen und sie sind von Probe zu Probe konzentrierter. Sie haben erkannt, dass sie zum Schluss alle allein auf der Bühne stehen müssen und das braucht ein starkes Gemeinschaftsgefühl. Durch den nötigen Zusammenhalt ist ein Vertrauen aufgebaut worden und es sind Freundschaften entstanden, über die herkömmlichen Altersgrenzen hinaus. Damit ist die nötige Grundlage geschaffen, die unglaublich viel Geduld und vor allem Zeit gekostet hat. Anhand Tanjas Vorgaben entstehen nun eigenständige Bewegungen, der Schmelzpunkt ist erreicht, und nun gilt es zu sammeln und filtern und sammeln und wiederholen. Verwerfen, ausdiskutieren und immer wieder entstehen lassen. Aus der gewonnenen Essenz entsteht das Gerüst des Stückes, doch immer wieder verflüssigt sich die Idee oder wird zu fest. Eine sich ständig formende Masse, wie eine Stadt eben.
Dieses Sammeln ist so zeitintensiv, dass der Betrachter noch gar nicht sagen kann, wie das Stück am Ende aussehen wird. Halten bis zur Premiere alle durch? Was ist technisch möglich? Welche Musik wird dem Stück die Farbe verleihen? Immer mehr Werkzeuge wie Dramaturgie, Ausstattung und Klanggestaltung flechten sich jetzt langsam in die Produktion ein. Die Phase des Entstehens ist so gut wie vorbei, jetzt beginnt ie Phase des Formens.
Mai 2011  Fotos: Matthias Pick
19.03.2011 Allgemeiner Anzeiger Über das Älterwerden In Rudolstadt findet im Herbst das 1. Thüringer Theaterfestival 60plus statt Auch Geraer sind involviert. Zum Weiterlesen
09.03.2011 Pressemitteilung der TheaterFABRIK von Theater&Philharmonie Thüringen Einladung zum öffentlichen Casting TheaterFABRIK-Projekt „unter der haut“ als Koproduktion im Rahmen von "Ruhestörung dem 1. Thüringer Theaterfestival 60plus" am Theater Rudolstadt ausgewählt
Anfang des Jahres hatte das Theater Rudolstadt gemeinsam mit der LAG Spiel und Theater in Thüringen e.V. aufgerufen, innovative Inszenierungskonzepte zum Thema „demografischer Wandel“ einzureichen. Grund ist die Ausrichtung des 1. Thüringer Theaterfestival 60plus durch das Rudolstädter Theater im Oktober, das nicht nur eine eigene Inszenierung beisteuert, sondern auch Gastspiele einlädt. Die Idee des Festivals soll durch eine Koproduktion mit einem der Thüringer Amateurtheater abgerundet werden - deshalb die thüringenweite Ausschreibung gemeinsam mit der LAG. Die TheaterFABRIK konnte die Jury mit einem Tanzprojekt überzeugen, das unter der Leitung von Tanja Matjas durchgeführt werden soll. „Unter der Haut – Generationen im Takt“ lautet der Arbeitstitel des Projektes, das nun einen Querschnitt der Bevölkerung Geras aufeinander treffen lässt. Es kommt zur zufälligen Begegnung von jung & alt, Männern & Frauen, körperlich/geistig/sozial Herausgeforderten & solchen, die es nicht sind, Arbeitslosen & Berufstätigen, Rentnern & Schülern, Familienmenschen & Singles, Einheimischen & Zugereisten. Als Vertreter ihrer jeweiligen Gruppe in der Gesellschaft werden sie einander genau studieren, beobachten und befragen. Recherche, Austausch, wahrnehmen und erfahren, erinnern und vorstellen, erzählen und sammeln sind die Basis für das Projekt, das in einer gemeinsamen Choreographie mündet, die ein Generationenbild in Bewegung formuliert. Die Projektleiterin Tanja Matjas schloss ihre Tanzausbildung 1997 am European Dance Development Center an der Hochschule der Künste in Arnheim/NL ab und ist seit dem als Tänzerin und Choreografin in Thüringen, Berlin und NRW tätig. Seit nunmehr 15 Jahren entwickelt sie einen Ansatz im Tanz, der behauptet: Jeder Mensch ist ein Tänzer! In ihrem Unterricht, sowie in der Entwicklung von Stücken verbindet sie Körperwahrnehmung, Choreografie und Improvisation. Seit 2006 inszeniert sie Tanztheatertücke mit Jugendlichen für verschiedene Theater und Institutionen. Da das Projekt von der Teilnahme verschiedener Generationenvertreter Geras lebt, lädt die TheaterFABRIK nun zum öffentlichen Casting in die Räume der Tonhalle ein. Alle Interessierten, mit und ohne Tanzerfahrung, sind eingeladen, am 30. März um 17.00 Uhr in die Probebühne der TheaterFABRIK zu kommen, um Tanja Matjas und das Projekt näher kennen zu lernen. Eine anschließend stattfindende Probeneinheit soll die Arbeitsweise bekannt machen und eine Auswahl der TeilnehmerInnen ermöglichen. Um Anmeldung unter 0365-2147859 oder
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wird gebeten. Tabea Hörnlein Leitung TheaterFABRIK von Theater&Philharmonie Thüringen
09.03.2011 Pressemitteilung des Thüringer Landestheater Rudolstadt, Thüringer Symphoniker Saalfeld-Rudolstadt GmbH Die zweiten „Ruhestörer“ stehen fest Tanztheaterprojekt der TheaterFABRIK Gera konnte Jury überzeugen Rudolstadt/Gera. Die Proben können beginnen. Nach der Jurysitzung vom vergangenen Freitag (4.3.) steht jetzt auch das zweite Projekt fest, das extra für „Ruhestörung“, das 1. Thüringer Theaterfestival 60plus entstehen wird. Es heißt „unter der haut“ und wurde von der TheaterFABRIK Gera von Theater&Philharmonie Thüringen eingereicht. Thüringenweit hatten das Theater Rudolstadt und die Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) Spiel und Theater in Thüringen e. V. Theatergruppen aufgerufen, sich mit einem generationenübergreifenden Konzept zu bewerben. Geras Tanztheaterprojekt wird neben „Entfaltungen“, dem Rudolstädter Beitrag, die zweite Uraufführung im Rahmen des Festivals im Herbst 2011 in Rudolstadt sein. Für „unter der haut“ wird ein Querschnitt der Geraer Bevölkerung aufeinandertreffen und gegenseitig Lebenswelten, Bewegungen und Gesten erforschen. Aus den gesammelten Eindrücken der zehn Mitwirkenden unterschiedlichen Alters soll dann unter der Leitung der Künstlerin und Choreografin Tanja Matjas ein tänzerisches Generationenbild entstehen. Musikalisch begleitet wird es von Musikern der Theater&Philharmonie Thüringen. In der Begründung der Jury heißt es: „Die TheaterFABRIK Gera konnte mit ihrem klaren und poetischen Konzept überzeugen, das viel Raum für die Mitwirkenden lässt. Das Projekt hat einerseits einen formal reizvollen Kunstanspruch und betont andererseits stark die soziale Wahrnehmung des Alltags.“ An der Auswahl waren beteiligt: der Chefdramaturg des Theaters Rudolstadt, Michael Kliefert, Thea Doreen Kneisel und Uta Homberg als Vertreterinnen der LAG Spiel und Theater in Thüringen e. V., der Vorsitzende des Thüringer Amateurtheaterverbandes e. V. Frank Grünert, der Regisseur Matthias Spaniel, Alexandra Graul als Leiterin des Seniorenbüros des Landkreises Saalfeld-Rudolstadt und Thorsten Bihegue, Dramaturg am Theater Rudolstadt. Dem Gewinner winkt nun finanzielle und fachliche Unterstützung für die Realisierung des Projektes.
Ausschreibung eines theatralen Mehrgenerationenprojektes als Koproduktion im Rahmen von "Ruhestörung, | | 
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dem 1. Thüringer Theaterfestival 60plus" am Theater Rudolstadt im Oktober 2011 „Als ich vierzehn war, war mein Vater so unwissend. Ich konnte den alten Mann kaum in meiner Nähe ertragen. Aber mit einundzwanzig war ich verblüfft, wie viel er in sieben Jahren dazugelernt hatte.“ Mark Twain Wo hört Jugend auf? Wo fängt das Alter an? Wer bestimmt was alt und jung ist? Leben Junge und Alter zunehmend in getrennten Welten? Wie groß ist die Kluft zwischen den Generationen? Was bedeuten die steigende Lebenserwartung der Bundesbürger und die rückläufige Geburtenrate für den Einzelnen und für die Gesellschaft? Kann Theater eine Brücke schlagen zwischen Alt und Jung? Wir möchten Sie einladen, sich mit einem Konzept (nicht mit einer bereits fertigen Inszenierung) für eine Koproduktion mit dem 1. Thüringer Theaterfestival 60plus am Theater Rudolstadt zu bewerben. Die ausgewählte Gruppe wird im Verlauf des Probenprozesses phasenweise durch eine externe Fachkraft begleitet und erhält eine finanzielle Unterstützung in Höhe von bis zu 10.000€ für die Produktionskosten. Der genaue Betrag wird nach Prüfung ihrer Bewerbung anhand des Produktionsumfangs ermittelt. Die Inszenierung wird im Rahmen von „Ruhestörung“ im Oktober 2011 am Theater Rudolstadt uraufgeführt - weitere Auftritte in Thüringen sind ausdrücklich erwünscht. Wir erwarten Konzepte, - die sich mit dem Thema „demografischer Wandel“ auseinandersetzen
- die mit theaterkünstlerischen Mitteln einen Blick auf die Lebensräume der Generationen ermöglichen und die Schnittmengen der unterschiedlichen Lebensansprüche sichtbar machen
- die sich durch interessante und ungewöhnliche Sichtweisen auf das Thema „Generationen“ auszeichnen
- die Raum für Biografien und Alltagsgeschichten schaffen, um so ein Forum für einen generationsübergreifenden Austausch zu schaffen
- die sich mit der urbanen und sozialen Realität ihres Landkreises/ihrer Stadt/ihrer Gemeinde auseinandersetzen und so versuchen, ein neues Publikum für ihre Einrichtung zu gewinnen
Wir wünschen uns Konzepte, die nicht darauf abzielen, lediglich mehrere Generationen gemeinsam auf die Bühne zu bringen, sondern Konzepte, die mit den Impulsen aus den verschiedenen Generationen, mit deren Interessen, Erfahrungen, Geschwindigkeiten, Spannungen, Geschichten arbeiten, die das Lernen voneinander ermöglichen und an deren Ende ein künstlerisch interessantes und anspruchsvolles Ergebnis steht. Zeitplan: | 15. Februar 2011: | Ende der Bewerbungsfrist
| | 28. Februar 2011: | Auswahl der Gruppe (Eine Jury wird anhand der eingereichten Konzepte auswählen) | | März – Sep 2011: | Begleitung des Arbeitsprozesses durch eine externe Fachkraft (Hospitation, Workshop u.ä.; Termine nach Absprache) | | 01.10.2011: | Uraufführung beim 1. Thüringer Theaterfestival 60plus am Theater Rudolstadt |
Bewerben können sich Theatergruppen aus Thüringen, die mit einer professionellen Spielleitung arbeiten. Die Gruppe muss generationsübergreifend (7 – 90 Jahre als Eckwerte) sein bzw. eine solche Zusammensetzung für dieses Projekt planen. Es kann sich dabei um Eigenproduktionen als auch die Umsetzung von Stückvorlagen handeln. Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung, bitte verwenden Sie für Ihre Anmeldung den entsprechenden Vordruck. Die Bewerbung (bis zum 15.02.2011) bzw. Rückfragen richten Sie bitte an: LAG Spiel und Theater in Thüringen e.V. Uta Homberg (Geschäftsführerin) Unter der Linde 7 99974 Mühlhausen fon +49 3601 816690 Download Ausschreibung Download Bewerbungsvordruck Ausschreibung "Ruhestörung", dem 1. Thüringer Theaterfestival 60plus in Rudolstadt |